Wie schnell die Zeit vergeht – wenn man Spaß hat…
August 13, 2010
Ganz schön eingeschlafene Sache, dieser Blog hier. Liegt vielleicht am unaufgeregten Leben, das ich zu ertragen habe, oder am kompletten Gegenteil…
Auf jeden Fall ist seit dem letzten Eintrag verschwindend wenig passiert. Ich habe meine zwei Koffer gepackt und bin umgezogen in eine neue WG mit meiner Freundin Sabrina. Die Wohnung war wirklich schön, bis sie am 14. Mai durch die Einweihungsfeier komplett zerstört wurde. Wenigstens ist uns noch der Alkohol von der Feier geblieben. Den können wir verkaufen und auf neues Mobiliar sparen.
Außerdem ließ es sich langsam nicht mehr vermeiden, dem Ende meines Studiums zuzusteuern, leider. Die ersten großen Prüfungen sind mittlerweile durch, der Rest kommt bald. Das Ende des seligen Nichtstuns naht unerbittlich.
Der Gastronomie habe ich nun endgültig den Rücken zugekehrt und richte mich grad häuslich in der Rolle als Nur-Gast ein, ein sehr angenehmes Unterfangen.
Der Sommer begann und langsam fing das Sommerloch an, mir zu drohen. Ein ganzer Monat ohne Arbeit und Lernerei wartete auf mich, also entschloss ich mich spontan, noch eine Reise dazwischenzuwerfen.
So machte sich die dreiköpfige Reisegruppe “Fernost” bestehend aus Stefan, Micha und mir am 1. Juli auf, Südostasien zu verunsichern.
Die erste Woche verbrachten wir im Norden von Thailand, in Chiang Mai, einem “thailandisch gemütlichen” Städtchen, vollgestopft mit internationalen Bewohnern. Auf diese Weise konnte auch die Fussball-WM gebührend zu Ende gebracht werden.
Dann ging es Richtung laotischer Grenze. In einer abenteuerlichen Aktion, die eher an Flüchtlingstransport denn an Ausreise erinnerte, überquerten wir den Mekong und reisten in Laos ein. Zwei Tage lang schipperten wir daraufhin mit einem Holzboot über den Mekong und sahen eigentlich alles Wichtige: Elefanten, angeleinte Fische, nackte Laotenjungs und Mädchen mit Macheten.

Rausgeworfen wurden wir in Luang Prabang, einer Stadt, die noch sehr an den vergangenen französischen Kolonialismus erinnert. Hier blieben wir 4 Tage und verbrachten unsere Tage zwischen Tempeln (Wats) und Night Market.
Zum Schluss ging es zu einem großen Wasserfall, der auch beschwimmbar war. Mich hielt es nicht allzu lang im Wasser, nachdem gefühlte 1000 Fische anfingen, an meiner offenen Verbrennungswunde zu nagen.
Am nächsten Tag stand Siem Reap in Kambodscha auf dem Plan, ein tolles Land, in dem man schon am Flughafen von 15 uniformierten und sehr, sehr ernst und wichtig dreinguckenden Menschen begrüsst wird.
Siem Reap liegt direkt neben den Tempeln von Angkor, die natürlich auch auf dem Plan standen. Mit dem erschwinglichen Zweitagesticket von 40 Dollar in der Hand betraten wir die Riesenanlage, die einen fast erschlägt. Tausende Tempel, die sich ähneln und zum “Glück” sehr weit auseinander liegen.
Darum beschränkten wir uns am ersten Tag auf Angkor Thom und den Tomb-Raider-Tempel Ta Phrom, der eher an einen Abenteuerspielplatz erinnert, in dem sich, Gerüchten zufolge, schon viele Reisegruppen verloren haben…
Angkor Wat haben wir uns für den nächsten Tag aufgehoben, eine Riesenanlage, die einen fast erschlägt. Ich persönlich empfinde den Generaleindruck am schönsten und die Touristenmassen im Tempel eher störend. Die sengende Hitze macht das Ganze nicht unbedingt einfacher.
Alles in allem sind die Angkor Tempel sehr beeindruckend, doch erliegt man schnell einer gewissen Tempelmüdigkeit.
Also schnell zurück nach Siem Reap, wo sich einem Schauspiele ganz anderer Art boten: Angebote jeglicher Art von Drogen und käufliche Liebe an jeder Ecke. Was will man mehr…
Und die Wahnsinnsfahrt ging weiter… Zunächst mit dem Bus nach Bangkok, von wo wir entspannt mit dem Nachtzug in den thailändischen Süden fahren wollten, um uns von den Strapazen der Busfahrt von Kambodscha nach Thailand zu erholen. Das Schicksal hasst uns wohl, zumindest scheint es alle Plätze im besagten Zug für sich gebucht zu haben, sodass wir keinen Platz mehr fanden. Also zu Plan B umgeschwenkt und noch eine Busfahrt gebucht, diesmal entspannte 14 Stunden. Zudem mit einer Abschlussklasse verwöhnter englischer Bälger. Schön ist anders, doch was soll’s…
Schlussendlich kamen wir tatsächlich an, auf Ko Phi Phi zunächst, die Insel, die jeder kennen wird, der mal zum nahegelegenen Maya-Beach (“The Beach”) gepilgert ist. Phi Phi versucht noch krampfhaft, das Image einer entspannten Hippie-Insel aufrechtzuerhalten – vergebens. Die Insel empfängt alle Spaß- und Sauftouristen, denen Ibiza und Mallorca zu langweilig geworden sind. Den ganzen Tag sieht man neonfarbenbeschmierte, eimersaufende Sinnlostouristen, die fleißig am Hautkrebs arbeiten. Zugegeben – darin sind sie wirklich gut. Wir versuchten, die ganze Szenerie ein wenig zu ignorieren und amüsierten uns mit schnorcheln und paddeln und reisten nach 2 Tagen wieder ab.
Nun sollte es zu einer Halbinsel gehen, die für ihre Kletterfelsen berühmt ist, nach Railay. Ein Paradies dazu, denn durch die Nebensaison und den Mangel an hippen Parties sahen wir nur entspannte und vor allem nur wenige Touristen. Eine sensationelle Natur und entspannte Leute – perfekt. Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen, mich mal im Klettern zu versuchen, am Ende hat es mir so viel Spaß gemacht, dass ich auch hier zu Hause meinen Ehrgeiz dahingehend vorantreiben werde.
Am zweiten Tag kam uns außerdem Manu, Michas Schwester, aus Chiang Mai besuchen. Mit ihr verlebten wir ein paar lustige Tage, bevor wir zusammen Railay verließen, um nach Phuket zu fahren, da von dort ihr Flug nach Chiang Mai am nächsten Tag starten sollte.
Jeder, der meint, Phuket sei in seinem Tourismus ziemlich einseitig ausgerichtet als Partnerbörse für männliche Europäer liegt vollkommen falsch! Es gibt doch noch so viel mehr… wunderschöne Travestieshows, Ping-Pong-Shows, Mouse-Shows etc. Wunderschön!
Doch nach wenigen Tagen verließen wir auch diesen Ort, um zur letzten Etappe unserer Reise zu fliegen: zurück nach Bangkok. Hier erschlug einen die Reizüberflutung vom ersten Moment an, egal wo. Ob in Chinatown mit seinen Lebensmittelmärkten, im Durcheinander pinker, gelber oder grüner Taxis, auf dem Nightmarket, ob im dekadenten Luxus einer Bar im 56. Stockwerk eines Nobelhotels oder im Rotlichtviertel Padpong in einer Ping-Pong-Show, welche bei mir tiefe Traumata hinterlassen hat.
Zur Ruhe kommt man in dieser Stadt nicht, ist deshalb aber nicht minder sehenswert!
Schließlich ging es am 31. Juli wieder zurück nach Hause. Hinter uns lag ein wunderschöner Urlaub mit tausend neuen Eindrücken und interessanten Erfahrung.





















sensationell!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
mehr ist dem echt nicht hinzuzufügen!!!!!
danke!