Noch kein Kiwi in Sicht
Dezember 2, 2009
Nach einer ewigen Reise, die man seinem schlimmsten Feind nicht wuenscht, bin ich endlich am Ende der Welt angelangt. Ich muss jetzt ganz nah am Rand der Erdscheibe sein, aufs Meer werde ich mich daher nicht trauen, aus Angst, runterzufallen.
Der erste Flug von Frankfurt, der 10 Stunden dauerte, verging sehr schnell. Auch mein deutscher Nachbar, der sich die ganze Zeit auf franzoesisch mit mir unterhalten wollte, konnte mich nicht vom schlafen abhalten. In Bangkok angekommen, versuchte ich irgendwie die 7 Stunden Wartezeit rumzukriegen, mit Kaffeetrinken, in der Gegend rumlungern bzw. rumtrotten. Endlich ging es aber auch von dort wieder los, ins Flugzeug nach Auckland. Auch hier hoffte ich auf einen langanhaltenden Schlaf, wie beim ersten Flug, doch das Multimedia-Angebot war zu umfangreich, sodass ich mir in den folgenden 11 Stunden meinen Schlaf mit fuenf Filmen raubte. “Wie schnell doch die Zeit vergeht, wenn man Spass hat… ” So auch diesmal…
Endlich kam ich in Auckland an, musste aber auch hier am Flughafen noch eine gefuehlte Ewigkeit warten, diesmal vornehmlich in Warteschlangen, erst bei der Passkontrolle, dann bei der Biosicherheit (da Neuseeland eine Insel ist, will man sich hier vor allen schaedlichen Einfluessen schuetzen: Essen, Pflanzen und Dreck duerfen nicht eingefuehrt werden, sodass ich freundlicherweise meine Wanderschuhe vom Dreck befreit wieder ausgehaendigt bekam.
Danach gings gleich ins Hotel, wo ich versuchte mein Schlafdefizit der vergangenen 48 Stunden nachzuholen.
Heute, also Mittwoch, ging’s gleich raus an die frische Neuseeland-Grossstadt-Luft, um mal vom Wetter so richtig enttaeuscht zu werden: Regen! Also gleich ins Kino, um trocken zu bleiben. Doch irgendwann geht auch der laengste Film zu Ende, auch die Zeit im Internetcafe ist endlich, sodass ich mich gleich wieder ins Wetter hinaustrolle.
Ihr seht, ich habe Spass und lebe noch!
Bis bald!